Bargeschichten…

Samstag, 11 März, 2006

Schon bevor ich kam, arbeitete in dem Pub ein englisches Mädchen das eigentlich keine Fehler im Gesicht hatte. Es gibt nicht viele um nicht zu sagen gar keine englische Frauen die ich als hübsch bezeichnen würde, auch in diesem Fall habe ich später herausgefunden dass ihre Vorfahren eigentlich aus Frankreich kamen. Sie hiess Sheila. Kam aus norden Londons, war allein, ihr Deutsch war miserabel, hatte einen deutschen Freund der Jura studierte, war klein, hatte ein Himmelskörper, Dunkelbraune glatte Haare, grosse schwarze Augen, und es gab nicht wenige die behaupteten ihr English und die vornehme londoner Akzent würde sie ohne Ende erregen. Ich konnte es gleich nach dem ersten Gespräch bestätigen.

Ich kannte bis dahin nur die asozialen Akzente der Insulaner. Die meisten Engländer die ich kannte waren Rauh und kamen aus Südengland z.B aus Portsmouth. Diesen Akzent versteht keiner zum ersten mal. Ich verstand ihn aber dafür hatte ich probleme mit dem Hochenglisch der Londoner.

Sie war sehr Freundlich und dazu sehr Intelligent. Sie hatte von einer englischen Firma in Frankfurt eine Stelle versprochen bekommen aber sie hielten sie hin und sorgten dafür dass ich und fast jeder andere Mann in dem Pub noch weiter das Vergnügen mit ihr hatte. Sie brauchte kaum Deutsch zu sprechen weil in dem Pub alle Englisch sprachen. Sie wollte aber unbedingt deutschlernen. Manschmal brachte sie ihre Unterlagen zu Arbeit und fing an Hausaufgaben zu machen sobald sie keine Gäste zu bedienen hatte.

Der Freund war eigentlich ein gutaussehender Blonder Junge obwohl ich probleme habe Blonde Männer als Hübsch einzustufen. Nur er hatte ein Problem: Er war aus einer reichen Familie, war Dumm so dass ich mich wunderte dass er überhaupt zum Jura zugelassen wurde, er war Arrogant, kokste viel und nutzte die hilflose Lage Sheillas aus. Die beiden wohnten zusammen aber Sheila hatte niemanden ausser ihn.

Obwohl ich manchmal merkte wie gekränkt sie war, muss ich sagen dass sie niemals fremd ging und selbst zu mir immer eine gewisse Distanz hielt obwohl wir mittlerweile sehr gute Freunde waren und dabei war diese Freundschaft eine die immer auch etwas flirtiges an sich hatte. Sie war nicht der Typ wo ich Hemmungslos bagern konnte weil ich von ihrer Intelligenz überzeugt war, es war aber auch nicht so dass sie dermassen verklemmt und Seriös wäre dass ich die Sache vergessen müsste. Nein. wir arbeiteten, ich nahm mir Zeit und brachte ihr Deutsch bei, wenn ich arbeitete war sie so gut wie nie in dem Laden zu sehen , wenn sie aber arbeitete war ich immer als Gast anwesend.

Sie vertraute mir mittlerweile, wir schlossen zusammen den Laden und ich begleitete Sie eine Zeit lang immer bis vor ihrer Tür anstatt direkt in einer anderen Disko oder Bar zu gehen. Diese geduldige, beherrschte Seite kannte ich garnicht von mir.   

Den Freund hielt ich für ein Kind, ich mochte ihn nicht, nicht weil ich Sheila mochte, nein, weil er einfach ein schmieriger Typ war und nicht merkte dass Sheila ihn eigentlich liebte, mittlerweile aber nur noch mochte und bald vielleicht neben mir aufwachen würde. Er hatte einfach keine Nase dafür. Er wähnte sich völlig in Sicherheit, kam sogar teilweise in Begleitung von Frauen in dem Pub während Sheila arbeitete. Jede Frau wird da eifersüchtig.

Sie schüttete ihr Herz mittlerweile bei mir aus. Auch das war für mich Neuland. Ich war eigentlich immer der jenige der sich holte was er wollte und andere dafür die Schulter hinhielten wenn sie sich ausheulen musste. Ich hielt meine Schulter also nun auch hin während sie Nachts womöglich noch mit ihren Freund schlief. Aber ich tat es weil ich am Ende des Tunnels Licht sah. Diese Situation hatte noch viel Potential.

Ich rauchte nicht. Ich trank und einmal im Monat genehmigte ich mir eine Line wenn ein paar Freunde unbedingt drauf bestanden. Gruppenzwang nehme ich mal an. Sheila rauchte aber dafür kokste sie nicht und trank nur ab und an und immer im Massen. Einmal war ich mal wieder als Gast in dem Pub und Sheila arbeitete, ich war angeheitert, hatte mich schick angezogen weil ich vor hatte später in einer sehr noblen Disko zu gehen. Eine Disko der neureichen, der berühmten Leute, die Frauen die sich einen Reichen Typen angeln wollten gingen auch dorthin. Die Musik war immer Klasse, die Atmosphäre immer Hitzig und abgehoben, es gab 2 Etagen und oben tanzten immer die Frauen mit Miniröcke, oft schaute ich von unten hoch und sah ausser Schamlippen nichts anderes.

Ich war aber noch im Pub, der Freund Sheilas kam herein, schaute mich an und grinste, ging zu Theke und küsste Sheila, ging an mir vorbei und grüsste, ich grüsste zurück und nahm ein Schluck Wodka-Redbull. Er kam zu mir rüber und fing ein zusammenhangsloses Gespräch an. Ich kann sowas nicht ab also sagte ich er solle doch direkt sagen was er meinte und er meinte nichts gutes. Er wollte mich indirekt fragen ob ich ihn was besorgen könnte. Ich war allergisch auf sowas, ich war Sportler, ich trank viel aber ich spielte American Football und war dabei ein guter Quarterback, gewann gegen fast jeden der mit mir armdrücken wollte, auch die amerikanischen GIs machten Augen wenn sie sich mir geschlagen geben mussten. Nebenbei spielte ich noch Fussball. Ich gab ihm zu verstehen dass er lieber weitergehen sollte und ich würde ihn diese Frage dieses mal wegen Sheila nachsehen. Er bekam Angst und bettelte darum dass ich doch darüber mit Sheila nicht reden solle. Ich versprach dies nicht zu tun wenn er auf der Stelle vor mir weggehen würde. Er tat es gerne. Sheila bekam dieses Gespräch und meine ernste Gestik mit. Tat aber so als hätte sie nichts von mitbekommen.

Als ich in der Disko ankam, war ich mittlerweile ziemlich betrunken. Ich war aber Stark, ich konnte noch so besoffen sein, aber ich war immer in der Lage mich zusammenzureissen, ich konnte immer grade gehen und konnte sogar an Niveauvolle Diskussionen teilnehmen und dort sogar dominieren. Ich stand an der Theke, trank Wodka7 (Wodka mit 7Up) als aufeinmal jemand mir die Augen von hinten zuhielt. Eine Frau. Die Hände waren zart, und die Finger zu kurz. Sie sagte kein Ton und kam immer weiter bis sie vor mir stand, dabei hielt sie meine Augen die ganze Zeit geschlossen. Sobald die Hände weg waren, kam auch ein Kuss auf die Lippe. Ganz Schnell und wieder weg. Naja dachte ich mir, so berauschend wars nicht. An dem Abend reizte sie mich komischerweise nicht. Ich schien für sie aber Interessanter geworden zu sein. Sie fragte mich über ihren Freund aus und worüber wir beide denn vorhin im Pub gesprochen hätten. Ich sagte irgendwas belangloses um ihr die Wahrheit nicht zu sagen. Ich hatte es dem Idioten versprochen. In dem Moment kam er. Nahm Sheila von Hinten in den Armen und ich nahm wieder ein Schluck. Die Musik dröhnte unaufhörlich und ich fühlte mich sehr gut und relaxed. Er kam zu mir und zerrte mich ein Stück zur Seite und sagte: Danke dass du nichts gesagt hast, ich hab was, ich möchte dass du mit mir eine Line ziehst und zwar auf mich! Ich stopte, schaute ihn an, packte ihn am Genick und drückte ihn vor mich hin. Sheila fing an zu uns zu laufen: Hey stop it, whats wrong with you guys?

Its none of your buisness Sheila, stay back! Ich war Sauer, er hatte noch immer nicht kapiert dass ich weder ein Kokser noch sein Freund war. Ich drückte ihn an die Wand, schaute ihn an und liess ihn los.

come on sheila, give me one of yours, give me a cigarette!!

sie gab mir eine und zündete sie sogar an. Ich zog daran und ging raus. Sie kam mir nach während der Typ drin blieb. Ich rief ein Taxi herbei, stieg ein und verschwand. Ohne Sie, dafür mit einer Zigarette, und dieses Mal nach Hause anstatt zu Dresdner Bank.

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